Pharmakologische Eigenschaften
Die Prostata ist ein hormonabhängiges Organ. Ihr Wachstum wird maßgeblich durch Dihydrotestosteron (DHT) gesteuert, einem potenten Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron.
Wirkmechanismus
Finasterid blockiert selektiv das intrazelluläre Enzym 5-Alpha-Reduktase (Typ II), welches Testosteron in DHT umwandelt. Durch diese Blockade sinkt die DHT-Konzentration im Prostatagewebe drastisch.
Die Folge: Den Prostatazellen wird der Wachstumsreiz entzogen. Das Drüsengewebe bildet sich zurück (Atrophie), wodurch die Prostata schrumpft (ca. 20–30 %) und der mechanische Druck auf die Harnröhre nachlässt.
Abgrenzung zu Haarwuchsmitteln
Finasterid wird auch gegen erblichen Haarausfall eingesetzt (z. B. als Propecia). Der Unterschied liegt in der Dosis: Für Haarausfall reicht 1 mg. Proscar enthält mit 5 mg die fünffache Menge. Diese Hochdosis ist für die alleinige Haar-Therapie medizinisch nicht indiziert und erhöht das Nebenwirkungsrisiko unnötig.

Mein Mann nimmt das wegen seiner Prostata-Probleme. Er muss nachts nicht mehr so oft aufstehen, um zur Toilette zu gehen. Das hat seinen und meinen Schlaf deutlich verbessert.