Pharmakologische Eigenschaften
Im Vergleich zu älteren Antibiotika-Klassen weist Azithromycin ein spezielles Transportverhalten im Körper auf. Der Wirkstoff reichert sich nicht nur im Blut an, sondern wandert gezielt in die Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Vereinfacht ausgedrückt nutzt das Medikament die Immunzellen als „Taxi“: Sie transportieren den Wirkstoff direkt zum Entzündungsherd und setzen ihn dort in hoher Konzentration frei.
Wirkmechanismus
Auf mikrobiologischer Ebene wirkt Zithromax bakteriostatisch. Es bindet an die Ribosomen der Bakterien und blockiert dort die Proteinsynthese. Das bedeutet: Den Bakterien fehlen die notwendigen Bausteine zum Wachsen. Sie können sich nicht mehr vermehren und werden vom Immunsystem eliminiert.
Der „Postantibiotische Effekt“
Ein entscheidender klinischer Vorteil ist die lange Verweildauer im Gewebe (Gewebehalbwertszeit bis zu 60 Stunden). Therapeutisch wirksame Konzentrationen bleiben noch 4 bis 7 Tage nach der letzten Einnahme am Wirkort bestehen. Das heißt für den Patienten: Auch wenn die Einnahme nach 3 Tagen beendet ist, wirkt das Medikament im Körper weiter und bekämpft die Infektion nachhaltig („Nachhaltigkeitseffekt“).

Hatte eine fiese Entzündung, aber die Tabletten haben schnell aufgeräumt. Nach drei Tagen war ich wieder auf dem Damm. Kurz und schmerzlos, so mag ich das.