Für Erwachsene mit Asthma hat die Belastung durch das Auslassen von Medikamenten aufgrund der Kosten im letzten Jahrzehnt stetig abgenommen. Dennoch bleiben finanzielle Barrieren für viele ein kritisches Problem, so eine im Fachjournal Thorax veröffentlichte Studie.

Leichter Rückgang, aber anhaltendes Problem

Forscher analysierten Daten von über 30.000 Erwachsenen mit Asthma aus US-Befragungen der Jahre 2011 bis 2022. Sie fanden heraus, dass die sogenannte kostenbedingte Medikamenten-Nichteinhaltung (CRN) zwar zurückging, aber weiterhin etwa jeden sechsten Betroffenen betrifft. Bestimmte demografische Gruppen und Menschen mit weiteren Erkrankungen sind besonders betroffen.

Erhöhtes Risiko für Asthmaanfälle und Notaufnahmen

Die finanziell bedingte Nichteinhaltung der Therapie hat klinisch relevante Folgen. Erwachsene, die aus Kostengründen auf Medikamente verzichteten, erlitten fast doppelt so häufig Asthmaanfälle und mussten mit 63 % höherer Wahrscheinlichkeit eine Notaufnahme aufsuchen. Dies unterstreicht die Gefahren einer unzureichend behandelten Erkrankung.

Forderung nach politischen Maßnahmen

Die Autoren der Studie betonen, dass Asthma eine der führenden chronischen Erkrankungen ist. Sie sehen die Notwendigkeit für gezielte politische Maßnahmen und Unterstützungsprogramme, um die finanzielle Last der Patienten zu verringern. Erweiterter Versicherungsschutz oder Hilfen bei Medikamentenkosten könnten die Therapietreue und damit die Gesundheitsergebnisse deutlich verbessern.

Der beobachtete rückläufige Trend ist zwar positiv, doch die anhaltend hohe Zahl Betroffener zeigt ein relevantes Problem der öffentlichen Gesundheitsversorgung auf, das weiterer Aufmerksamkeit bedarf.